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Next Generation (Teil 1)



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GinnyWeasley
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Next Generation (Teil 1)

Titel: Next Generation (Teil 1)
Autor: `Ginny´
Altersbeschränkung: ich debnke ab vierzehn...bin ja selbst vierzehn...

Genre: Romanze, Fantasy,

Zum Inhalt: Die geschichte spielt 21 Jahre nach dem 7. Buch. Der Gedanke zu der geschichte ist in einer vertretungsstunde entstanden und es geht um mih und meine freunidnnen, aber ihr werdet später auch bekannte charaktere wiederfinden.
Okay, ich schweife ab.
Nadine, Tati und Jessi besuchen die deutsche Zaubererschule Desataz, an der die schüler erst mit 14 jahren aufgenommen werden und die eine tochterschule von Hogwarts ist, ganau wie die italienische Schule Helodor (den namen hab ich von einer HP-Fanseite). Nun, diese drei schulen spielen eine Rolle.
Genre: Schnulze, Romantik,...was weiß ich...eigentlich alles mögliche.
Personen: Wie schon gesagt: Nadine, Tati, Jessi, Martin und Marco (meine erfindungen, bzw nach lebenden vorbildern), die Potters und Weasleys...und andere Nachkommen von bekannten Figuren.

P.S.: Die Handlung ist vielleicht an manchen Stellen nicht immer ganz logisch, wenn man, so wie meine friends, die das hier schon gelesen haben, meine Hintergedanken nicht kennt. Also, einfach lesen.
Dann will ich euch auch nichrt mehr lange aufhalten, sondern jetzt einfach anfangen.

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:41 
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GinnyWeasley
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"Und, du hast dich heute mit Jessica und Tatjana verabredet?", fragte ihre Mutter, als Nadine sich gerade an den Frühstückstisch setzte.
"Ja, wir wollten bei Tati zelten", sagte sie und sah nach draußen, wo es regnete. "Aber daraus wirde jetzt wohl nichts." Ihre Mutter seufzte.
"Du weißt doch, dass ich es nicht so gerne sehe, wenn du so viel mit tatjana rumhängst", sagte sie. "Ihre Eltern sind so merkwürdig. Und sie tragen so komische Sachen..."
"Ja, aber trotzdem ist Tati eine meiner beiden besten Freundinnen", erwiderte Nadine. Ihr ging es allmählich echt auf die Nerven, dass ihre Mutter immer ein so krittisches Auge auf ihre beiden Freundinnen warf.
"Ich weiß", seufzte ihre Mutter. "Aber es wäre mir trotzdem lieb, wenn du dir noch ein paar andere Freundinnen suchen und mal an etwas anderes als an "Harry Potter" denken würdest. Es gibt bei euch doch gar kein anderes Thema mehr."
"Das stimmt doch gar nicht!", rief Nadine. Gut, ihre Mutter hatte irgendwo recht. Sie las eines der sieben Harry Potter-Bücher nach dem anderen und fing dann wieder von vorne an. "Ich rede nur mit Jessica dadrüber. Tatjana interessiert sich nicht dafür...zumindest nicht so sehr. Und außerdem ist das Thema im Moment aktuell. Der neue Film, das siebte Buch..."
"Und deine Schule bleibt dabei auf der Strecke!", schimpfte ihre Mutter.
"Mum, wir haben noch drei Wochen Ferien", sagte sie.
"Du darfst nachher nur nach Tatjane, wenn du vorher noch Latein lernst!", sagte ihre Mutter streng.
"Warum?", maulte Nadine. Ihr ging diese andauernde Lernerei wirklich auf die Nerven. Aber wenn sie wirklich Ärztin werden wollte, musste sie sich anstrengen.
"Weil du nur ene Vier auf dem Zeugnis hattest!", sagte sie.
"Okay", murrte Nadine. Dann würde sie halt noch eine halbe Stunde Vokabeln lernen. Wenn sie dann nach Tati konnte...
Das Telefon klingelte und Nadine hob ab.
"Hi!", hörte sie Tatjana. "Zelten können wir heute wohl vergessen."
"Ja", seufzte Nadine in dne Hörer. "Schade."
"Ihr könnt trotzdem bei mir schlafen", sagte sie. "Wir legen noch zwei Luftmatratzen in mein Zimmer und..."
Irgendetwas KNALLTE gegen das Küchenfenster. Nadine und ihre Mutter wirbelten herum. Auf der Fensterbank saß eine hallbraune Schleiereule mit zerzausten und oitschnassen Federn.
"Du, Tati, hier ist gerade ein Vogel gegen die Fensterscheibe geknallt", sagte Nadine, während ihre Mutter aufstand und das Fenster öffnete, um sich um die Eule zu kümmern. Ihre Mutter hatte, genau wie sie selbst, ein riesengroßes Herz für Tiere. "Ich leg auf. Bis nachher."
"Bye", sagte tati und legte auf.
Deer Vogel war inzwischen durch das offene Fenster getrippelt und saß nun auf dem Frühstückstisch. Die Eule ließ einen vergilbten Briefumschlag auf ihren Teller fallen, knabberte an ihrem Brötchen und schüttelte sich. Dann flog sie einfach wieder zum Fenster hinaus.
"Habt ihr jetzt etwa schon einen Weg gefunden, wie Harry Potter miteinander zu kommunizieren?", fragte ihre Mutter. "Und Kopien von seiner Post angefertigt?"
"Nein", sagte nadine und betrachtete den Brief von beiden Seiten.

Nadine Prieß
Niclasstraße 7
Wohnung im zweitem Stock
59457 Werl-Sönnern

Auf der anderen Seite befand sich ein Wachssiegel, dass einen Löwen, eine Schlange, einen Raben und einen Dachs zeigte.
"Wow", hauchte Nadine. Ihre Mutter schüttelte genrvt den Kopf.
"Ihr spinnt doch", sagte sie. Nadine riss den Briief auf und las.

Sehr geehrtes Fräullein Nadine Prieß,
wirfreuen uns, ihnen mitteilen zu dürfen, dass sie an dem Internat Desataz für Hexerei und Zauberei aufgenommensind. Beigelegt finden Sie eine Liste aller benötigten Bücher und Ausrüstungsgegenstände.
Das Schuljahr beginnt am erstem September.
Da sie eine Halbhexe sind und ihr Vater, der Zauberer war, kurz nach ihrer Geburt verschwunden ist und ihre Mutter nie von ihm in Kentniss gesetzt wurde, werden wir ihnen heute, am 24. August, einen unserer Lehrer vorbeischicken, der ihnen bei ihren Einkäufen in der Winkelgasse helfen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Dobrindt
Schulleiter

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:42 
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GinnyWeasley
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Der Brief war auf eine Art Pergament geschrieben worden. Nadine musste ihn drei Mal durchlesen, bis sie die Botschaft verstanden hatte.
Das musste ein Scherz sein. Sie reichte den Brief schweigend an ihre Mutter weiter. Die las ihn durch und brach in schallendes Gelächter aus.
„Das ist nicht euer Ernst!“, lachte sie. „Wollt ihr mich verarschen?“ Nadine schüttelte den Kopf.„Wir haben heute den vierundzwanzigsten August“, sagte sie. „Dann müsste heute jemand kommen und dich abholen.“ Nadine starrte nachdenklich auf ihren Teller. „Du willst das doch nicht etwa glauben?“ Sie zuckte mit den Schultern.
Eigentlich war gerade ein Traum für sie in Erfüllung gegangen. Wie oft hatte sie sich zusammen mit Jessica ausgemalt, wie es wäre, genau wie Harry, Ron und Hermine auf eine Zauberschule wie Hogwarts zu gehen? Selbst heute noch, wo sie schon vierzehn Jahre alt war, träumte sie noch davon. Harrys Geschichte fesselte sie immer wieder aufs Neue und sie wünschte sich jedes Mal, dass sie einfach durch das Buch in seine Welt rutschen könnte.
Aber wenn der Brief wirklich kein (sehr) schlechter Witz war, dann bedeutete das, dass sie von ihren Freundinnen wegmusste.
Am liebsten würde sie jetzt bei Jessica anrufen und ihr erzählen, was vorgefallen war. Sie würde es glauben, genau wie Nadine. Aber sie wusste, dass man mit...nun ja...Muggeln nicht darüber reden durfte.
Nadine war gerade abermals zu dem Schluss gekommen, dass dieser Brief wirklich ein schlechter scherz war, als es laut KNALLTE. Sowohl Nadine als auch ihre Mutter sprangen erschrocken auf.
„Ich hätte nicht gedacht, dass das apparieren wirklich so widerlich ist“, hörte sie Jessica im Korridor schimpfen. Aus dem Gesicht ihrer Mutter wich alle Farbe, aber Nadine sprang auf und rannte aus der Küche.
Im Korridor stand Jessica.
„Nadine?“, fragte sie ungläubig und fiel ihr um den Hals. „Wir müssen DICH mit in die Winkelgasse nehmen?“
„Du auch?“, fragte Nadine und ließ ihre Freundin wieder los. „Ich...ich dachte die Eule und der Brief wären ein Scherz.“
„Du wusstest also auch nicht, dass du eine...Hexe bist?“, sagte Jessica. „Dann bist du auch eine Muggelgeborene.“
„Ein Halbblut“, verbesserte eine große Frau mit kurzen, schwarzen Haaren. Sie hielt Nadine eine Hand hin. „Ich bin Frau Baroth, Lehrerin für Geschichte der Zauberei.“
„Wieso brauchst du fremde Hilfe, wenn du doch ein Halbblut bist“, fragte Jessica.
„Mein Vater war der Zauberer“, erklärte Nadine. „Aber der ist ja tot...“
„Und deine Mutter weiß nicht über ihn bescheid?“, fragte sie.
„Kinder, macht mal hinne“, ermahnte sie Frau Baroth. „Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.“
„Wo wollen sie mit meiner Tochter hin?“, fragte ihre Mutter, die gerade aus der Küche kam und das Gespräch mit angehört hatte, angriffslustig.
„Sie hat noch keine Schulsachen“, meinte Frau Baroth. „Und die Schule beginnt am 1. September.“
„Wer sagt denn, dass ich meine Tochter auf diese Schule gehen lasse?“, sagte ihre Mutter. „Ich Habe die Harry Potter-Bücher gelesen und weiß, wie gefährlich das Leben als Hexe oder Zauberer ist.“
„Mutti, Harry Potter ist nur erfunden“, sagte Nadine leise.
„Nein, ist es nicht“, sagte Frau Baroth. „Das ist wirklich passiert. Es hat bloß jemand aufgeschrieben.“
„Kneift mich bitte jemand?“, sagte Jessi und hielt Nadine den Arm hin. Sie kniff ihr unsanft hinein. „Autsch!“, jammerte Jessica und rieb sich den Arm. „Okay, ich träume doch nicht.“
„Also, es gab...Harry Potter...den Typ mit der Brille und der Blitznarbe, wirklich?“, fragte ihre Mutter ungläubig. Ihre Mutter nickte.
„Okay“, sagte ihre Mutter langsam. „Du gehst nicht auf diese Schule. Voldemort, Todesser...das ist viel zu gefährlich!“
„Mama!“, zeterte Nadine. „Ich WILL auf diese Schule!“
„Nein“, sagte sie kalt. „Du bist schon fanatisch genug und aus dir soll mal ein normaler Mensch werden!“
„Sie muss auf diese Schule gehen!“, versuchte Frau Baroth ihre Mutter zur Vernunft zu bringen. „Wollen sie etwa, dass sie nicht weiß, wie sie mit ihren Zauberkräften umgehen soll und deswegen das Haus in die Luft sprengt wenn sie wütend ist?“
„Nein“, sagte ihre Mutter und trat ein paar Schritte zurück.
„Sie wird sieben Jahre lang nach Desataz gehen“, sagte Frau Baroth. „So schreibt es das Zaubereigesetzt vor.“
„Aber...“
„Nichts aber!“, sagte Frau Baroth energisch. „Ihre Tochter wird Zauberei lernen und sie können nichts dagegen tun!“ Sie nahm Jessica an die eine und Nadine an die andere Hand. Dann hatte Nadine das Gefühl durch einen Gummischlauch gepresst zu werden und wusste, dass sie gerade apparierte. Alles wurde schwarz und sie bekam keine Luft mehr...

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:43 
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„Oh Gott“, keuchte sie. „Ist das furchtbar!“
„So schlimm habe ich es mir nicht vorgestellt, als ich Harry Potter gelesen habe“, sagte Jessica.
„Ihr seid echt nicht normal“, sagte Frau Baroth vergnügt. „Ich habe noch nie zwei Schüler, die nicht wussten, dass sie zaubern können, gehabt, die es so schnell geglaubt haben wie ihr.“
„das liegt vielleicht daran, dass wir uns immer gewünscht haben, zaubern zu können“, sagte Jessica.
Nadine sah sich um. Sie befanden sich in einer Art Fußgängerzone. Bloß befanden sich hier keine Supermärkte, Schuhläden und Drogeriemärkte, sondern mehrere, kleine Geschäfte in denen Zauberstäbe, Kessel und Zauberbücher verkauft wurden.
Auch die Leute hier sahen anders aus. Anstatt Jeans und T-Shirt trugen die meisten lange Umhänge in verschiedenen Farben.
„Wow“, staunte Nadine. „Aber wie sollen wir die Sachen bezahlen?“
„Desataz stellt den neuen Schülern, die keine Zauberer als Eltern haben, zum erstem Schuljahr die Mittel zur Verfügung“, erklärte Frau Baroth und reichte sowohl Nadine als auch Jessica einen Geldbeutel.
Nadine öffnete ihn und sah neugierig hinein. Dann zog sie ein großes, rundes Goldstück hervor: Eine Galleone.
„Cool“, sagte Jessica und untersuchte ihr Geld ebenfalls.
„Hier habt ihr eine Liste, mit den Sachen, die ihr benötigt“, sagte Frau Baroth und drückte Nadine eine Pergamentrolle in die Hand. „Jetzt seid ihr auf euch allein gestellt.“ KNALL, weg war sie.
„Ich glaube es nicht“, sagte Jessica. „Ich bin eine Hexe...und du auch... und wir lernen Zaubern. Wie bei Harry Potter.“ Sie und Nadine kreischten wie zwei verrückte Teenies (die sie ja auch waren) und fielen sich um den Hals.
„was ist mit Tati?“, fragte Nadine, nachdem sie sich wieder beruhigt hatten. „Wie sollen wir ihr das erzählen?“
„Das dürfen wir gar nicht“, sagte Jessica traurig. „Dann fliegen wir von Desataz, bevor wir überhaupt das erste Mal dort waren.“
„Ich werde sie tierisch vermissen“, sagte Nadine. Es tat ihr aufrichtig leid, dass sie und Jessica ihre Freundin zurücklassen mussten. Aber zumindest hatte sie Jessica...
„Was kaufen wir zuerst?“, fragte Jessica. Nadine rollte das Pergament auseinander und las:


Uniform:
1.) Drei Garnituren einfache Arbeitskleidung (schwarz)
2.) Einen einfachen Spitzhut (schwarz)
3.) Ein paar Schutzhandschuhe (Drachenhaut o.Ä.)
4.) Einen Winterumhang (schwarz, mit silbernen Schnallen)

Bitte beachten sie, dass alle Kleidungsstücke der Schüler mit Namensetiketten versehen sein müssen.

Lehrbücher:
Alle Schüler sollten jeweils ein Exemplar der folgenden Werke besitzen.
- Miranda Habicht: Lehrbuch der Zaubersprüche, Band 1
- Bathilda Bagshot: Geschichte der Zauberei
- Adalbert Schwahfel: Theorie der Magie
- Emeric Wendel: Verwandlung für Anfänger
- Phyllida Spore: Tausend Zauberkräuter und –pilze
- Arsenius Bunsen: Zaubertränke und Zauberbräue
- Quirin Sumb: Dunkle Kräfte: Ein Kurs zur Selbstverteidigung

Ferner werden benötigt:
- 1Zauberstab
- 1 Kessel (Zinn, Normgröße 2)
- 1 Sortiment Glas- oder Kristallflaschen
- 1 Teleskop
- 1 Waage

Es ist den Schülern freigestellt, eine Eule ODER eine Katze ODER eine Kröte mitzubringen.

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:43 
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„Also wirklich, die hätten uns auch einfach eine Kopie des ersten Harry Potter-Buches anfertigen können“, stöhnte Jessi.
„Nein, hier steht noch was“, sagte Nadine. „Dieses Schuljahr werden Festumhänge benötigt.“
„Wofür das denn?“, lachte Jessi. „Gibt es etwa ein Trimagisches Turnier?“
„Wer weiß...“, meinte Nadine. Aber war das nicht viel zu gefährlich? „Komm, lass uns unsere Zauberstäbe kaufen.“
„Aber wo?“, fragte Jessica.
„Lass uns suchen“, sagte Nadine. Die beiden setzten sich in Bewegung und gingen die Winkelgasse entlang.
„Da!“, rief Jessica und zeigte auf ein Geschäft, dessen Schild zwei gekreuzte Zauberstäbe zeigte. „Ollivander.“
„Das ist echt der Gipfel der Ironie“, sagte Nadine kopfschüttelnd. „Wetten, dass das ein Cousin von Ollivander oder so ist?“ Nun, und so war es tatsächlich.
„ich bin sein Cousin“, antwortete ein Mann Mitte fünfzig auf Jessicas Frage, ob er etwas mit dem Ollivander aus London zu tun hätte. „Woher kennt ihr ihn?“
„Wir haben Harry Potter gelesen“, sagten Nadine und Jessica wie aus einem Munde.
„Ach so, dann seid ihr bestimmt Muggelgeborene, wenn ihr die fast auswendig könnt“, fragte er und fing an ihre Körper zu vermessen.
„ich bin ein Halbblut“, sagte Nadine, während er die Längen ihrer Finger ablas. „Aber mein Vater ist vor vierzehn Jahren gestorben und weder meine Mutter noch ich wussten bis vor zwei Stunden, dass ich eine Hexe bin.“
„Du musst dir zumindest nicht das Wort „Schlammblut“ anhören“, seufzte Jessica, während Ollivander die Längen ihrer Füße maß.
„Das sagen eh nur Slytherins“, sagte Nadine abfällig.
„Wir kommen bestimmt nach Hufflepuff“, jammerte Jessica.
„Quatsch“, winkte Nadine ab. „Wir kommen weder nach Hufflepuff noch nach Slytherin.“
„Wer weiß, wohin euch der Sprechende Hut steckt“, sagte Ollivander und zog einen Zauberstab in einer länglichen Packung hervor. Er drückte ihn Jessica in die Hand, worauf sie ihn ohne Aufforderung schwang. Sie traf eine kleine Lampe mit einem pinken Lichtstrahl, worauf diese in tausend Stücke zersprang. Ollivander riss ihn ihr sofort wieder aus der Hand.
„Cool“, lachte Nadine. Ollivander zückte seinen eigenen Zauberstab und reparierte die Lampe wieder. „Für eine Muggelgeborene zauberst du aber ganz schön kräftig.“
„Sieh dir Hermine an“, meinte Jessica.
„Moment mal...“, sagte Nadine langsam. „Haben sie gerade „der sprechende Hut“, gesagt? Ich dachte, den gibt es nur in Hogwarts?“
„Wusstest ihr nicht, dass Desataz eine Tochterschule von Hogwarts ist?“, fragte Ollivander und drückte Jessica einen zweiten Zauberstab in die Hand. Nadine schüttelte den Kopf. „Früher mussten die deutschen Schüler immer nach England reisen“, erklärte Ollivander. „Aber dann hat das deutsche Zaubereiministerium beschlossen, hier ebenfalls eine Schule für Hexerei und Zauberei zu gründen. Das war vor ungefähr siebenhundert Jahren.“ Er bedeutet Jessica den Zauberstab zu schwingen, worauf ein rotes Licht an der Spitze aufleuchtete.
„Ich glaube, das ist der richtige“, sagte er. „Kirsche und Drachenherzfaser, elf-dreiviertel Zoll.“
„Den nehme ich“, sagte Jessica und schwang ihren Zauberstab abermals, worauf das Licht an der Spitze erlosch.
„Das macht dann sieben Galleonen“, sagte Ollivander. Jessi zählte sieben Goldstücke ab und zahlte. Dann wand er sich Nadine zu. „So, jetzt zu dir...“ Er zog drei, vier, fünf Zauberstäbe aus dem Regal und legte sie auf den Ladentisch. „Hier, Weinstock und Einhornhaar, zwölf-dreiviertel Zoll.“
Sie nahm den Zauberstab entgegen. Er war rot-braun, so wie ein Weinstock halt aussah, und war mit hübschen Schnitzereien verziert. Er lag ihr richtig gut in der Hand und ihre Fingerspitzen fingen an zu kribbeln.
„Schwingen, Nadine“, erinnerte Jessica, worauf sie den Zauberstab durch die Luft schwang und sich ein silberner Funkenregen aus ihm ergoss.
„Volltreffer“, rief Ollivander und packte die anderen Zauberstäbe wieder weg. Nadine zahlte die sieben Galleonen.
„Viel Spaß in der Schule“, sagte Ollivander, als die zwei Freundinnen zur Tür gingen. „Und nicht vergessen: Das Zaubern außerhalb der Schule ist minderjährigen untersagt“ Sie verließen das Geschäft.

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:44 
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„Und, wohin jetzt mit den Zauberstäben?“, fragte Jessica und sah an sich hinunter. Sie trug einen weißen Rock und ein T-Shirt, aber weder der Rock noch das T-Shirt hatten Tasche. Auch Nadine, die eine Dreiviertelhose trug, hatte keine Taschen.
„Ganz einfach“, meinet Nadine. Wir gehen zu „Kessel&Co“ und kaufen den Kessel, die Waage und den anderen Kram. Da bekommen wir bestimmt eine Tüte.“
Gesagt, getan. Sie gingen zusammen in den Nachbarladen und kauften sich den Kessel, das Teleskop, die Waage, Zaubertrankfläschchen und einen Rührlöffel. Natürlich bekamen sie Tragetaschen, in die Nadine und Jessi noch ihre Zauberstäbe legten. Sie verließen, jeder mit einer schweren Tüte bepackt, das Geschäft.
„Und jetzt?“, fragte Nadine und stellte ihre Tüte ab.
„Die Umhänge?“, schlug Jessi vor.
„Lass uns das zum Schluss machen“, meinte Nadine. „Dann wissen wir, was wir noch für die Umhänge übrig haben.“
„Okay, dann die Bücher“, sagte Jessica.
Auf die Zauberbücher freute Nadine sich mit am meisten. Sie konnte es kaum erwarte, jeden einzelnen Zauberspruch auszuprobieren. Schon alleine bei dem Gedanken, fingen ihre Finger erneut an zu kribbeln.
Sie betraten ein düsteres, kleines Geschäft, indem ein Regal, das mit Büchern vollgestopft war, stand.
„Kann ich euch helfen?“, fragte eine dünne, blasse Frau, die ganz und gar nicht hierher zu passen schien.
„Ja...ähm...wir brauchen die Bücher für das erste Schuljahr in Desataz“, stammelte Nadine. Ihr war diese düstere Buchhandlung irgendwie unheimlich... Die Frau suchte die Bücher zusammen, sie zahlten und verließen das Geschäft so schnell wie möglich.
„Jetzt die Schuluniformen“, sagte Nadine und sah sich in der Winkelgasse um. Sie entdeckten ein Geschäft auf dessen Schild „Williams Bekleidungsgeschäft“ stand.
„Was darf es denn sein“, fragte ein junger Mann Mitte zwanzig und begrüßte die beiden Mädchen (ein wenig zu) herzlich. „Schuluniformen, Festumhänge...“
„Beides“ sagte Nadine trocken und Jessi fing an zu kichern. Der Mann wirkte irgendwie aufgesetzt fröhlich. Solche Menschen konnte sie nicht leiden.
„Dann kommt mal mit“, sagte er und suchte für jede von ihnen drei schwarze Röcke, drei schwarze Pullunder, drei schwarze Pullover und drei weiße Hemden heraus. Dazu drückte er ihnen noch eine schwarze Krawatte in die Hand. „Wenn ihr das einmal anprobieren würdet...“ Er zeigte ihnen die Umkleidekabinen. Es gab zwei Stück, aber Nadine und Jessica zogen es vor, sich eine zu teilen um sich gegenseitig helfen zu können.
Sie schlüpften in die Faltenröcke und zogen das Hemd über, welches sie in den Faltenrock stopften. Sie zogen noch die Pullunder über und betrachtete sich im Spiegel. Nadine musste zugeben, das ihnen die Schuluniformen wirklich gut standen. Sie traten aus der Kabine und Herr Williams half ihnen in zwei lange, schwarze Umhänge, die wie angegossen passten. Er war vielleicht ein Vollidiot, aber zumindest besaß er ein gutes Augenmaß.
Nadine fand, dass sie so aussahen, als wären sie gerade eben einem Harry Potter-Film entsprungen. Und es stand ihr wirklich außerordentlich gut. Genauso gut, wie ihr damals zu Karneval das Hermine Granger-Kostüm in der dritten Klasse gestanden hatte.
Nach der Anprobe zogen sie die Schuluniformen wieder aus und suchten sich Festumhänge aus. Nadine entdeckte einen wunderschönen, weinroten Umhang, der mit silbernen Stickereien und Glitzer verziert war. Jessica entschied sich für einen blassroten.
„Hast du dir schon Gedanken darüber gemacht, was wir Tati erzählen?“, fragte Jessica nachdem sie gezahlt hatten und mit zwei weiteren Taschen das Geschäft verlassen hatten.
Natürlich hatte sie sich schon Gedanken darüber gemacht. Aber ihr war bis jetzt noch keine gute Idee gekommen.
„Ich glaube ich sage ihr, dass meine Mutter mich auf ein Internat schickt“, meinte sie. „Das ist zwar nur die halbe Wahrheit, aber eine gute Ausrede.“
„Ich erzähle ihr, dass wir umziehen“, sagte Jessica. Sie seufzte. „Sie wird mir tierisch fehlen.“
„Sagst du ihr für heute ab?“, fragte Nadine. Jessi nickte. Auch sie hatte nicht vor, heute noch Tatjana zu besuchen. Sie wollte noch einmal mit ihrer Mutter sprechen und in ihren Schulbüchern lesen.
„Mum und Dad waren echt geschockt“, sagte Jessica betrübt. „Du weißt ja, dass sie streng gläubig sind und Harry Potter verschmähen. Und dann ist ihre eigenen Tochter auch noch eine Hexe...“
„Du weißt ja, wie meine Mum reagiert hat“, sagte Nadine. „Moment mal...wie kommen wir heute eigentlich nach hause?“ Wie aufs Stichwort KNALLTE es und Frau Baroth erschien. Nadine und Jessica zuckten erschrocken zusammen.
„seid ihr fertig?“, fragte sie. „Gut, ich bring euch nach hause.“ Sie griff nach ihren Händen und wieder Hatte Nadine dieses unangenehme Gefühl, zerquetscht zu werden. Einen Moment später stand sie bei sich in der Küche.
„Wir telefonieren“, sagte Jessi noch. KNALL, weg war sie.

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:44 
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„Da bist du ja endlich!“, rief ihre Mutter.
„Und, hast du es dir anders überlegt?“, fragte Nadine frech. „Ich gehe so oder so zur Schule. Ihre Mutter seufzte.
„Ja, du darfst gehen“, sagte sie. „Hier ist vorhin noch eine Eule gegen das Fenster geknallt. Sie ist immer noch bewusstlos bei Minni im Käfig.“ Minni war eine kleine Spatzendame, die Nadine einmal gefunden hatte, als sie mit Sirius, ihrem zotteligen, schwarzem Hund, der natürlich nach Harrys Paten benannt war, spazieren gewesen war. Minni war damals noch ganz nackt gewesen und musste von ihr und ihrer Mutter von Hand aufgezogen werden, wodurch sie nun so zutraulich war, dass man sie nicht mehr freilassen konnte.
Nadine stürzte in das Wohnzimmer und besah sich die Eule. Sie hatte dunkelbraune Federn und hellbraune Flügel. Sie war wunderschön.
„Den hier hat sie mitgebracht“, sagte ihre Mutter und gab ihr einen Briefumschlag, auf dem genau das gleiche Wachssiegel abgebildet war. Nadine riss ihn auf und es fiel eine rote Zugfahrkarte hinaus, auf der stand, dass der Zug am einunddreißigsten August um elf Uhr vom Gleis siebeneindrittel in Dortmund losfuhr und gegen sechs Uhr am Schloss Neuschwanstein eintreffen würde, von wo aus die Schüler zur Schule gebracht werden würden.
Nadine packte die Fahrkarte weg und griff zum Telefonhörer um Tatjana anzurufen. Je eher sie erfuhr, dass sie ihre Freundin nicht mehr sehen würde, umso besser war es für sie beide.
„Tatjana Schmidt?“
„Hi Tati“, sagte Nadine. “Tut mir leid, aber ich kann nicht kommen.”
„Du auch nicht?“, fragte sie traurig. „Warum?“
„Meine Mum hat mir heute erzählt, dass ich auf irgendein blödes Internat muss, weil mein Zeugnis so schlecht ist. Ich muss packen und in einer Woche geht die Schule los.“
„Was? Ihr könnt mich doch nicht alle alleine lassen“, jammerte Tati. „Jessi zieht auch weg.“
„Du Arme“, tröstete Nadine. Sie hatte ein echt schlechtes Gewissen, dass die ihre Freundin so belügen musste.
„Macht nichts“, saget Tati. „Ich muss jetzt Schluss machen, ich fahre nächste Woche nach Italien und muss noch packen. Bye.“ Und ohne, dass Nadine darauf noch etwas erwidern konnte, legte sie auf.
Nadine griff nach ihren Einkaufstaschen und zog sich samt Telefon in ihr Zimmer zurück. Dann kramte sie den großen Koffer von ihrem Schrank, steckte ein Headset an den Hörer, stöpselte sich den Kopfhörer ins Ohr und wählte Jessicas Nummer.
„Jessica Arndt?“, fragte eine betrübte Stimme am anderen Ende der Leitung.
„Ich bin’s, Nadine“, antwortete sie. „Hast du auch so ein schlechtes Gewissen wegen Tati?“
„Ja!“, jammerte Jessi. „Sie tut mir vol leid.“
„Mir auch“, sagte Nadine und legte ihre Schulbücher in den Koffer. Kurz darauf folgten sämtliche Harry Potter-Bücher und das „Das Zaubererhandbuch“, eine Art Lexikon über die Welt von Harry Potter. „Aber trotzdem freue ich mich auf Desataz.“
„Ja, das wird bestimmt toll“, sagte Jessi und klang nun auch schon ein wenig fröhlicher. Sie seufzte.
„Ist dein Ticket auch schon da?“, fragte Nadine während sie eine paar normale Hosen und Oberteile in den Koffer legte.
„Ja“, kicherte Jessi. „Gleis siebeneindrittel... wieso nicht gleich neundreiviertel?“
„Haben deine Eltern schon nachgegeben?“, wollte Nadine wissen.
„Ja“, sagte Jessi. „Sie haben sich sogar entschuldigt, dass sie sauer auf mich waren. Ich könne schließlich nichts dafür und sie würden ihre Tochter unterstützen.“
„Meine Mum lässt mich auch gehen“, erzählte Nadine. Eine kurze Pause trat ein.
„Stell dir vor: Harry Potter gibt es wirklich“, quiekte Jessica. „Er hat das alles wirklich gemacht...Moment... er ist 1980 geboren...dann ist der ja jetzt schonachtunddreißig Jahre alt.“
„Er hat sogar schon seine eigenen Kinder, die auch nach Hogwarts gehen“, meinet Nadine.
„Woher weißt du das?“
„Ich habe im Gegensatz zu dir das siebte Buch bereits gelesen, aber du liest ja erst mal Tintentod“, meinte Nadine. „Harry heiratet Ginny, Ron heiratet Hermine. Harry hat drei Kinder namens James, Albus Severus und Lily.”
„Und so etwas erzählst du mir nicht?“, rief Jessica.
„Ich dachte, du wolltest es selber lesen?“, lachte Nadine.
„Eigentlich schon...“, murmelte Jessica.
„Sag mal, treffen wir uns am einunddreißigsten am Gleis sieben?“, fragte Nadine. Sie wollte nicht alleine auf dem Gleis siebeneindrittel herumhängen.
„Meinetwegen“, sagte Jessica. Die Tür ging auf und Nadines Mutter kam herein.
„Seit wann telefonieren Hexen?“, fragte sie.
„Mum, kannst du mir Namensschilder in die Umhänge und die anderen Sachen nähen?“, bat Nadine. „Das ist Pflicht.“
„Sonst noch was?"
„Kannst du mich am einunddreißigsten zum Dortmunder Hauptbahnhof bringen?“
„Klar“, meinte sie.
„Danke Mum“, sagte Nadine. Jessica räusperte sich.
„Noch jemand da?“, fragte sie.
„Ja“, sagte Nadine und wand sich wieder ihrem Telefonat zu, während ihr Mutter ihre Anziehsachen zum nähen mitnahm. „Meine Mum war gerade da.“
„Ach so“, saget Jessica. „Packst du schon?“
„Jo, du auch?“
„Ich fange morgen an“, gähnte Jessica. „Ich bin müde. Ich lese jetzt den siebten Harry Potter und geh dann schlafen.“
„Okay, tu das“, sagte Nadine. „Gute Nacht.“
„Ciao“, sagte Jessica und legte auf.

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:45 
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„Und ihr habt alle gesagt dass ich spinne, nur weil ich ein Harry Potter-Fan bin“, sagte Nadine als sie am nächstem Tag mit ihrer Mutter einen langen Spaziergang mit Sirius machte.
Es dauerte nur noch eine Woche, dann würde sie nach Desataz und zaubern dürfen.
„Wieso hat Dad die nie erzählt, dass er ein Zauberer ist?“, fragte sie ihre Mutter jetzt bestimmt schon zum fünften oder sechsten Mal.
„Ich weiß es nicht“, antwortete sie genauso genervt wie die letzten vie oder fünf Male zuvor. „Es ist unverantwortlich von ihm gewesen, eine Hexe in die Welt zu setzte, ohne mir vorher zu sagen, dass er ein Zauberer ist.“
Sie war wütend auf ihren verstorbenen Mann, dass sah Nadine ihrer Mutter an.

Die nächste Woche verging schneller als Nadine gedacht hätte. Und schon war der Tag ihrer Abreise gekommen.
Nadine stand in ihrem Zimmer und ging ein letztes Mal im Kopf die Sachen durch, die sie dabei haben musste.
Sie war furchtbar nervös. Sie würde für ein ganzes Jahr von zuhause weg müssen. Ein ganzes Jahr!
„Wir müssen los!“, drängte ihre Mutter. „Der Zug fährt in einer Stunde.“ Sie nahm den Koffer ihrer Tochter und sie gingen gemeinsam zum Auto.
Sie fuhren eine halbe Stunde lang, aber sie sprachen kaum ein Wort miteinander, denn sonst, da war Nadine sich sicher, würde eine von ihnen anfangen zu weinen.
Als sie am Bahnhof trafen sie auf Jessica und ihre Eltern. Jessicas ältere Schwester Sabrina zog ein total miesepetriges Gesicht. Nadine vermutetet, dass sie eifersüchtig war, weil Jessica, die Hexe, im Mittelpunkt stand.
Die Familien Arndt und Prieß setzten sich in Bewegung und suchten das Gleis sieben. Zwischen Gleis sieben und acht befand sich eine leere, weiße Wand, auf die gerade ein Mädchen mit dunkelbraunen, fast schwarzen Haaren zulief, welches Tatjana verdächtig ähnlich sah.
„Ha...ha-hast du das gesehen?“, stammelte Jessi. „Das...das war doch...“
„Tati?“, beendete Nadine den Satz für sie. Jessi nickte.
„Ihr müsst los“, sagte ihre Mutter mit Tränen in den Augen. „Wir haben gleich elf Uhr.“
Nadine warf sich ihrer Mutter ein letztes Mal in die Arme und auch Jessi verabschiedete sich von ihrer Familie.
„Bis dann“, winkte Jessi und rannte mit geschlossenen Augen auf die Wand zu. Nadine traute ihren Augen kaum, als sie einfach so verschwand.
„Ciao, ich schreibe dir“, sagte sie und gab ihrer Mutter eine Kuss. Dann rannte sie ebenfalls auf die Wand zu und wunderte sich, dass sie nicht mit voller Wucht dagegen knallte.
„Da bist du ja endlich“, stöhnte Jessica und zog sie neben sich. „Guck mal, ihre Eltern sind da, das heißt, dass sie schon länger weiß, dass sie eine Hexe ist.“
„Gehen wir zu ihr?“, fragte Nadine.
„Klar.“
Sie schlängelten sich durch die Menschenmasse und tippten ihrer Freundin von hinten auf die Schulter.
„Was...was macht ihr denn hier?“, rief sie freudig überrascht und fiel ihnen um den Hals. „ Ihr seid Hexen und habt es nie erzählt?“
„Hey, ich bin eine Muggelgeborene“, verteidigte Jessi sich. „Ich weiß es erst seit einer Woche.
„Meine Mutter wusste nicht, dass Dad ein Zauberer ist und eine Hexe in die Welt gesetzt hat“, erklärte Nadine. „Aber du wusstest es und hast es uns nie erzählt!“
„Ich habe es euch nie erzählt, weil ich es nicht durfte“, verteidigte sie sich. „Ihr habt ja auch vorgetäuscht auf ein Internat zu gehen oder umzuziehen!“
„Ihr müsste einsteigen“, sagte Tatjanas Vater. „Der Zug fährt in zwei Minuten.“
„Bye“, sagte Tati und umarmte ihre Eltern.
Kurz nachdem sie in den pechschwarzen Zug eingestiegen waren, gingen die Türen zu.
Nadine sah sich um. Im ganzen Zug wuselten Schüler auf der Suche nach einem Abteil herum. Sie stolperte als der Zug anfuhr und hielt sich an einem großen Jungen mit braunen Haaren fest.
„´tschuldige“, murmelte sie und sah auf. Der Junge hatte grünbraune Augen, die irgendwie etwas Anziehendes an sich hatten.
„Nicht schlimm“, sagte er. Nadine bemerkte, dass sie sich immer noch an ihm festhielt und ließ ihn rasch los. Peinlich... „Bist du neu?“
„Ähm...ja“, stotterte sie. „Ich bin Nadine.“ Mist! Warum musste sie ausgerechnet jetzt rot werden?
„ich bin Robin“, sagte er. Jessica räusperte sich, was Nadine wieder aus ihrer Trance riss.
„Kommt, wir suchen uns ein Abteil“, sagte Tati und zog ihren Koffer mit sich. Sie fanden erst am anderen Ende des Zuges ein leeres Abteil für sich.

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„Aber eins versteh ich nicht“, fing Nadine an und versuchte ihren Koffer auf die Gepäckablage zu heben. „Du bist eine Hexe, so wie es aussieht durch und durch reinblütig, und du bist diejenige unter uns, die kein Harry Potter-Fan ist. „Sie ließ ihren Koffer wieder fallen und trat gegen ihn. Super, jetzt tat ihr auch noch ihr Fuß weh!“
„Lass mich mal“, sagte Tati und kramte ihren Zauberstab aus dem Koffer. „Wingardium Leviosa!“ Der Koffer schwebte leicht wie eine Feder in der Luft und flog auf die Gepäckablage.
„Ich will auch!“, sagte Jessi und zog ebenfalls ihren Zauberstab hervor. „Wingardium Leviosa!“ Nichts geschah. “Wingardium LEVIOSA!” Sie wedelte mit dem Zauberstab durch die Luft…vergeblich.
„Ich will das auch versuchen“, rief Nadine. „Wingardium Leviosa!“ Sie machte die entsprechende Bewegung, worauf Jessicas Koffer in die Luft stieg und auf ihrem landete. „Du sagst es falsch“, zitierte Nadine. „Es heißt Win-gar-dium Levi-o-sa....“
„...mach das „gar“ schön und lang...“, maulte Jessi. „Ich weiß.“
„Ihr seid echt Harry Potter-verstrahlt!“, lachte Tati und verstaute ihren Koffer auch noch neben denen ihrer Freundinnen. „Ihr wollt wissen, warum ich kein Harry Potter-Fan bin, wie ihr es seid? Es ist für ich nichts neues mehr. Ich bin mit dem Wissen, wer er ist und was er getan hat aufgewachsen.“
„Das war echt gemein von dir, dass du uns nie etwas gesagt hast“, maulte Jessica.
„Wir haben ihr doch auch nichts gesagt“, meinte Nadine. „Aber ich kann immer noch nicht glauben, dass wir wirklich zaubern können!“ Tati verdrehte die Augen und sah aus dem Fenster.
„Ihr habt es doch gerade eben mit eigenen Augen gesehen“, meinte sie. „Wie seid ihr eigentlich in die Winkelgasse gekommen?“
„Mit Frau Baroth“, sagte Jessica. „Lehrerin für Geschichte der Zauberei.“
„Ich weiß“, sagte Tati leicht gelangweilt. „Sie ist mit Mum befreundet.“
„Dann dürftest du ja in Geschichte keine Schwierigkeiten haben“, murmelte Nadine.
„Frau Baroth ist streng“, warnte Tati. „Sehr streng sogar.“
„Na toll“, sagte Nadine und schwang ihren Zauberstab gelangweilt. „Wohin hiermit eigentlich?“, fragte sie an Tati gewand, Ihr ging es allmählich echt auf den Senkel, dass sie nicht wusste, wo sie hintun sollte.
„Wir können uns schon mal umziehen“, sagte Tati und holte ihren Koffer wieder von der Gepäckablage. „In den Umhängen sind Innentaschen.“ Auch Jessi und Nadine holten ihre Koffer mit Hilfe von „Wingardium Leviosa.“ Dieses mal schaffte es auch Jessica.
„Das ist gar nicht so einfach, wie ich immer dachte“, murrte sie.
„Konzentrationssache“, sagte Tati und kramte die Schuluniform und ihren Umhang aus ihrem Koffer. Nadine zog den Vorhand vor ihrer Abteiltür zu und die drei Mädchen zogen sich um.
„Kann einer von euch Krawatten binden?“, rief sie verzweifelt und hielt ihre schwarze Krawatten hoch. Jessica, deren Krawattenknoten bereits perfekt saß, nahm Nadine ihre aus der Hand und band sie ihr innerhalb von ein paar Sekunden.
„Nadine, das musst du lernen“, sagte sie. „Das musst du ab jetzt täglich machen.“
Nadine zog sich den Umhang über und sah an sich hinunter. Sie sahen alle drei wie Statisten aus Harry Potter-Filmen aus.
Auf einmal ging die Abteiltür auf und ein großer Junge mit blondem Lockenkopf und viereckiger Brille kam in ihr Abteil.
„Kann ich bei euch sitzen?“, fragte er. „Aus dem anderen Abteil, in dem Erstklässler sitzen, wurde ich rausgeschmissen, weil ich nur ein Halbblut bin.“
„Okay, komm rein“, sagte Jessi und wies auf den freien Platz neben Tatjana.
„Jede Wette, dass das Slytherins waren?“, schnaubte Nadine verächtlich. Sie hasste die Slytherins, schon alleine deswegen, weil sie dachten, dass Reinblüter etwas besseres wären.
„Nichts gegen Slytherins“, fauchte Tati. „Mein Dad war auch einer.“
„Dein Dad und deine Mum sind ja auch Reinblüter“, sagte Nadine und verdrehte die Augen. „Folglich bist du auch eine Reinblüterin, im Gegensatz zu uns.“
„Ihr seid auch keine Reinblüter?“, fragte der Junge.
„Nein, ich bin ein Halbblut und das hier ist eine Muggelgeborene“, sagte Nadine genervt. „Aber ist euch das Blut wirklich so wichtig?“
„Nein, ist es nicht“, meinet Tati. „Mir ist es egal. Meine Familie besteht eh aus Blutsverrätern.“
„Und dann kommt dein Dad nach Slytherin?“, fragte Jessica skeptisch und zog eine Augenbraue hoch.
„Ja, wegen seiner Familie“, stöhnte Tatjana genervt. „Aber Mum war eine Ravenclaw.“
Abermals ging die Abteiltür auf und ein Junge mit schulterlangen, schwarzen Haaren und ein Junge mit braunen Haaren kam herein. Sie hatten ein Mädchen mit blondierten haaren bei sich.
„Suchst du dir etwa Schutz bei diesen Nieten hier, Marvin?“, sagte sie herablassend.
„Lass ihn in Ruhe, Julia!“, rief Tatjana, sprang auf und zog ihren Zauberstab.
„Tatjana, eine Reinblüterin wie du kann sich doch nicht mit Schlammblütern und Halbblütern rumtreiben!“, sagte sie und spielte entsetzt.
„Ich pfeife aber auf reines Blut!“, kreischte Tati und an der Spitze ihres gab es eine kleine Explosion. Nadine, Jessi und Marvin zuckten erschrocken zusammen und Julia trat einen Schritt zurück. Auch Tatjana sah etwas benommen aus, weswegen Nadine sich sicher war, dass das eine „Fehlzündung“ war. Sie stand auf und knallte die Abteiltür vor Julias Nase zu.
„Woher kennst du sei?“, fragte Jessica.
„Sie ist die Tochter vom Freund meines Vaters“, schnaubte sie und ließ sich wieder auf die Polster fallen. „Sie ist eine doofe Zicke. Ihre Mutter legt wahnsinnig viel Wert auf reines Blut.“
„Also eine weibliche Draco Malfoy“, meinte Nadine, worauf alle im Abteil anfingen zu lachen.
„Ihr habt also auch Harry Potter gelesen?“, fragte Marvin.
„Ja“, sagte Nadine. „Aber bis vor einer Woche wusste ich nicht, dass es das alles wirklich gibt.“
„Aber ich dachte, dass einer deiner Eltern zaubern kann?“, fragte Marvin.
„Mein Vater war ein Zauberer“, erklärte Nadine ihm. „Er ist aber noch vor meiner Geburt gestorben.“
„Meine Mutter ist direkt nach meiner Geburt gestorben, und sie war die Hexe“, sagte Marvin. „Und mein Vater war nicht gerade der perfekte Dad. Ich bin also im Heim aufgewachsen, bis ich mit fünf adoptiert wurde. Und vor einer Woche kam dann der Brief...“
„Oh man“, seufzte Tati. „Ihr wisst alle erst seit einer Woche bescheid.“
„Wir kenn uns aber trotzdem aus“, sagte Jessica. „Wir haben immerhin Harry Potter gelesen.“
„Ihr habt das nicht nur gelesen, sondern studiert“, lachte sie.
„In welches Haus wollt ihr?“, wechselte Marvin das Thema.
„Gryffindor!“, riefen Nadine und Jessi wie aus einem Munde. Nadine wollte unter keinen Umständen nach Slytherin. Dann sogar lieber nach Hufflepuff.
„Oder Ravenclaw“, meinte Tati.
„Ich komme bestimmt nach Hufflepuff“, seufzte Marvin.
„Hufflepuff ist doch auch okay“, meinet Tati.
„Genau“, bestärkte Nadine. „Und lass dir von diesen blöden Reinblütern...sorry, Tati...nicht einreden, dass du nichts wert bist.“
„Können wir das Thema „reinblütig oder nicht?“ jetzt bitte abhaken?“, sagte Jessica und klang leicht genervt. „Das nervt.“
„Ist ja gut“, sagte Tati und steckte ihren Zauberstab, mit dem die gerade eben noch Julia bedroht hatte, wieder in ihren Umhang.

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:45 
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Während der Fahrt freundeten sich die drei Mädchen mit Marvin an. Er war, dafür dass er ein Junge war, voll okay. Sonst waren Jungs in ihrem Alter ja immer voll kindisch oder machohaft, aber Marvin war eher vernünftig, aber er war auch ein kleiner Hitzkopf.
Gegen Abend fuhr der Zug immer langsamer und hielt schließlich an einem kleinem Bahnhof an. Sie hörten Schritte auf dem Gang und die Zugtüren gingen auf.
„Die Koffer werden für euch zur Schule gebracht“, rief jemand, der auf dem Gang herging. „Die Erstklässler versammeln sich auf dem Bahnsteig.“
Nadine, Tati, Jessi und Marvin warteten, bis das Hin- und Hergerenne auf dem Gang nachließ und verließen den Zug ebenfalls. Auf dem Bahnsteig wartete ein Lehrer mit einer Laterne in der Hand.
„Erstklässler!“, rief er. „Ach, die süßen, kleinen Erstklässler sind da! Jetzt macht mal hinne!“
Sie bekamen einen halben Lachkrampf, als sie den Lehrer mit kurzen schwarzen Haaren und langem, schwarzen Umhang sahen.
„Der Typ ist genial“, prustet Tatjana.
„Jetzt macht hin, ihr kleinen...“
„Hey, wir sind nicht klein!“, rief Marvin. Der Lehrer sah ihn erstaunt an.
„Ihr seid aber die Kleinsten“, antwortete er.
„Na und?“, sagte Jessica.
„Wer sied ihr eigentlich?“, fragte der Lehrer und stemmt die Hände in die Hüften. „Habt ihr kleinen Erstklässler auch Namen?“
„Marvin“, sagte er.
„Tatjana“, sagte Tatjana.
„Jessica.“
„Nadine.”
„Ach, all die Halbblüter und Muggelgeborenen aus diesem Jahrgang auf einen Schlag“, seufzte der Lehrer. „Nichts für ungut...“
„Hey, ich bin reinblütig!“, meckerte Tati.
„Ja, aber die drei doch nicht!“
„Wer sind sie eigentlich?“, fragte Nadine herausfordernd.
„Herr Igel“, sagte er. „Lehrer für Zaubertränke und Hauslehrer der Slytherins.“ Nadine, Jessica, Tatjana und Marvin tauschten vielsagende Blicke. Lehrer für Zaubertränke und Hauslehrer von Slytherin... Nadine versuchte gar nicht erst an Snape zu denken...andererseits wirkte Herr Igel sehr nett und total lustig.
„Sind jetzt endlich alle da?“, rief Herr Igel über ihre Köpfe hinweg. Nadine drehte sich um. Es standen bestimmt fünfundzwanzig bis dreißig Erstklässler auf diesem Bahnhof. „Dann los.“
Er führte sie von dem Gleis weg in den Wald. Es war stockdunkel, weshalb Nadine ihren Zauberstab hervorzog und „Lumos“ flüsterte, worauf ein helles Licht an der Spitze aufleuchtete.
„Wow“, sagte Jessica. „Hast du zu hause geübt?“
„Nein“, antwortete sie ehrlich. „Das war Glück.“
„Dann bist du entweder talentiert oder hast Harry Potter gründlich gelesen“, sagte Herr Igel, der vor ihnen herging und ihr Gespräch anscheinend mit angehört hatte. „Oder beides. Und jetzt mach das Licht aus. Minderjährigen ist das zaubern außerhalb des Schulgeländes untersagt.“ Sie schwang traurig ihren Zauberstab und murmelte „Nox“, worauf das Licht wieder verschwand.
Sie gingen weiter bis der Wald irgendwann aufhörte und sie vor einem riesigem Schloss standen: Schloss Neuschwanstein. Nadine war hier vor acht Jahren schon mal gewesen und hatte hier irgendwo in der Nähe mit ihrer Mutter Urlaub gemacht.
Herr Igel führte sie allerdings an dem Schloss vorbei und an der gegenüberliegenden Seit wieder in den Wald hinein. Auf einmal tauchte wie aus dm Nichts eine hohe Mauer vor ihnen auf. Herr Igel ging auf das Tor zu, tippte gegen das Schloss, ließ die Schüler rein und verschloss das Tor wieder.
„Ich gehe jede Wette ein, dass die Schule unortbar ist“, flüsterte Nadine Jessi zu.
„So wie Hogwarts“, stimmte diese ihr zu.
„Natürlich ist Desataz unortbar“, seufzte Tatjana. „Was wäre, wenn die Muggel uns finden würden?“
„Wow..“ Mehr brachte Nadine nicht heraus, als sie ein riesiges Schloss vor sich sah. Es sah genauso aus wie Neuschwanstein, bloß waren die Fenster nicht schwarz sondern hell erleuchtet. Herr Igel führte sie über das Gelände zu einer langen Hängebrücke. Das Schloss stand nämlich auf einer Art Insel und die Brücke führte über den See hinweg zur Schule.

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:46 
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Als sie in der Schule angekommen waren, wies Herr Igel sie dazu an in der Eingangshalle zu warten und verschwand in einer Halle, aus der hunderte von fröhlichen Stimmen kamen.
Allmählich wurde Nadine nervös. Es war zwar nur die Einteilung in die Häuser, die ihr Sorgen machte, aber sie hatte Angst, dass sie von ihren Freundinnen getrennt wurde.
Auch Jessica und Tatjana schien es nicht besser zu gehen. Jessi trat unruhig von einem Fuß auf den anderen und Tati kaute Fingernägel.
Schließlich ging die Tür zur „Großen Halle“, wie Nadine sie in Gedanken genannt hatte, auf und die Erstklässler setzten sich in Bewegung. Nadine spürte förmlich die neugierigen Blicke auf sich ruhen und sah nach unten.
„Augen zu und durch“, dachte sie sich.
Vorne am Lehrertisch angekommen bleiben sie alle stehen. Tatjana tastete unruhig nach Jessicas und ihrer Hand, aber die war unter ihrem Umhang verborgen.
Eine kleine, aber junge Frau mit haselnussbraunem Haar trug einen alten, zerfledderten Hut und einen Stuhl hinein, den sie vor den Lehrertisch stellte.
„Ich rufe euch jetzt in alphabetischer Reihenfolge auf“, erklärte sie. „Ihr braucht einfach nur den Hut aufzusetzen, mehr nicht...Jessica Arndt.“
Jessica wurde blass, sehr blass sogar. Dann stolperte sie nach vorne und setzte den alten Hut auf. Nach einer Weile rief er...
„GRYFFINDOR!“
Die Schüler am Gryffindortisch klatschten und auch Nadine freute sich aufrichtig für Jessica.
„Marvin Düser!“
„RAVENCLAW!“
Es folgten noch Jonathan Hillbrand (GRYFFINDOR), Leonard Kanthak, der Kumpel von Julia Kordabnew, die beide nach SLYTHERIN kamen, genau wie Nadine es vorausgesagt hatte. Neben vielen anderen waren da noch Nadine Krenz (RAVENCLAW) und Dennis Möhring, der genau wie Julia und Leonard nach SLYTHERIN kam.
„Nadine Prieß!“
Oh Gott, jetzt war sie an der Reihe.
„Bitte, nicht Slytherin“, betete sie verzweifelt als sie nach vorne ging. Mit zitternden Händen griff sie nach dem Hut und setzte ihn sich auf den Kopf.
„Mmh, mal sehen“, flüsterte der Hut. „Das könnte schwierig werden...du bist Intelligent, ja, du hast Potenzial, da könnte Ravenclaw die richtige Entscheidung für dich sein...aber Moment...du bist sehr zuverlässig, hilfsbereit...du bist selbstbewusst...da könnten Hufflepuff oder Gryffindor nicht verkehrt sein...“
„Ja, Gryffindor!“, dachte Nadine.
„Ach, du willst nach Gryffindor?“, fragte der Hut.
„Hey, hör auf in meinen Gedanken zu lesen!“, wies sie den Hut zurück.
„Oh ja, sehr selbstbewusst...du lässt dich so schnell nicht verbiegen...du bist ein Dickkopf...“
„Ich bin halt ei Stier“, dachte Nadine entschuldigend. „Stiere sind meistens dickköpfig.“
„...mmh, nach Slytherin kommst du nicht...du hasst sie“, murmelte der Hut einfach weiter.
„Hey, du sollst nicht in meinen Gedanken lesen“, schimpfte Nadine weiter.
„Muss ich aber, sonst weiß ich nicht, in welches Haus du gehörst...“
„Steck mich doch einfach nach Gryffindor.“
„Oh, die Schüler entscheiden sich doch eh meistens selbst für die Häuser und ich lasse sie gehen. Wofür braucht ihr mich alten Hut eigentlich?“, brummte er. „Okay...GRYFFINDOR!“
„Danke, alter Hut“, dachte sie noch rasch und nahm ihn wieder ab. Der Gryffindortisch und Tatjana klatschten und Jessi fiel ihr am Tisch um den Hals.
„Das hat aber lange gedauert“, meinte sie und setzte sich wieder.
„Ich habe noch mit dem Hut geredet“, meinte Nadine. „ich musste ihn so lange zulabern, bis er mich nach Gryffindor gesteckt hat. Ich sollte erst nach Ravenclaw, weil ich Potenzial habe, dann nach Hufflepuff, weil ich zuverlässig und hilfsbereit bin und dann hat er entdeckt, dass ich dickköpfig, einigermaßen selbstbewusst bin und zu meinen Freunden halte, egal, was passiert. Nun, das sind typische Gryffindoreigenschaften.“
„Mit mir hat er nicht geredet“, maulte Jessica. Gerade eben wurde Florian Röbbecke nach RAVENCLAW gesteckt und nun wurde „Tatjana Schmidt“ aufgerufen. Jessica und Nadine sahen gespannt nach vorne.
Tati setzte den Hut auf, aber kaum hatte er ihren Kopf berührt rief er...
„GRYFFINDOR!“ Sie riss sich freudestrahlend den Hut vom Kopf, stürmte zum Tisch der Gryffindors und fiel ihren Freundinnen um den Hals.
Es folgten noch Daniel Schmitz (GRYFFINDOR) und ein paar andere Schüler. Schließlich kam auch noch Joel Schröder (HUFFLEPUFF) und eine Linda (HUFFLEPUFF), dessen Nachname Nadine nicht verstand, an die Reihe. Die junge Lehrerin trug Stuhl und Hut wieder weg und ein etwas älterer Herr mit schwarzen haaren und Schnurrbart stand auf. Er trug einen langen, dunkelgrünen Umhang.

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:46 
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Augenblicklich verstummten sämtliche Privatgespräche und die Köpfe der Schüler wandten sich nach vorne.
„Das ist Herr Dobrindt, der Schulleiter“, sagte Jemand neben Nadine. Sie drehte sich um und sah direkt in Robins grünbraun gefleckte Augen. „Freut mich, dass ihr in Gryffindor seid.“
„Mich auch“, flüsterte sie zurück. Jessica stieß ihr unsanft in die Seite, worauf sie wieder nach vorne sah und Herrn Dobrindt zuhörte.
„Willkommen an dem Zauberinternat Desataz“, sagte er. Er hatte eine kräftige Stimme, die man ganz bestimmt auch noch am anderen Ende der Halle hören konnte. „Dieses Jahr habe ich ein paar Ankündigungen zu machen, bevor wir das Festessen beginnen. Wie ihr sicherlich wisst, ist Desataz eine Partnerschule von der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei und von dem italienischem Internat Helodor. Zusammen mit diesen beiden Schulen haben wir beschlossen, dass Trimagische Turnier wieder ins Leben u rufen und...“
Auf einmal brach lautes Stimmengewirr in der Großen Halle los. Alle Schüler wollten diese sensationelle Neuigkeit diskutieren.
„Geil!“, quiekte Jessica. „Wir treffen Schüler aus Hogwarts!“
„Weiß du, wer im Moment nach Hogwarts geht?“, fragte Nadine aufgeregt. Jessica schüttelte den Kopf. „Das habe ich dir doch letzte Woche noch gesagt. James, Lily und Albus Severus Potter und Hugo und Rose Weasley!“
„Stimmt ja!“, rief Jessi begeistert. Tatjana schüttelte den Kopf.
„Aber ist das nicht gefährlich?“, fragte Nadine nachdenklich. Sie erinnerte sich nur zu gut an den vierte Harry Potter-Band...
„Sie werden wohl die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben“, meinet Jessica. Nadine ließ ihren Blich durch die Große Halle schweifen. Allmählich verstummten die Schüler wieder und warteten darauf, dass Herr Dobrindt weiterredete.
„Die Schüler aus Hogwarts und Helodor werden am dreizehnten Oktober hier bei und eintreffen“, sagte Herr Dobrindt und auch die letzten Privatgespräche brachen ab. „Sie werden in den einzelnen Häusern untergebracht. Da die Schlafsäle groß genug sind, dürfte das kein allzu großes Problem darstellen.
Bewerben dürfen sich Schüler ab vierzehn Jahren. Das entspricht an Desataz Schülern ab der ersten Klasse, an Helodor ab der dritten und in Hogwarts ab der vierten Klasse. Einige werden dies vielleicht als unfair betrachten, aber die Aufgaben sind in der Tat so gestellt worden, dass ein Schüler jeder Altersklasse sie lösen kann.
So, und nun möchte ich euch nicht weiter mit langweiligen Reden auf den Geist gehen. Haut rein!“
Er klatschte in die Hände, worauf die Tische sich wie von selbst mit Speisen und Getränken füllten.
„ich glaube ich träume“, sagte Jessi und sah den langen Tisch hinunter. „wir sind in einem Harry Potter-Buch gelandet.“
Das glaubte Nadine allerdings auch. Allerdings hatte sie sich das alles beim lesen nicht sooo toll vorgestellt.
Es gab wirklich alle erdenklichen Speisen und Getränke. Von Salat über verschiedene Eintöpfe, reis, Nudeln und Kartoffeln bis hinzu verschiedenen Fleischsorten.
Nadine Füllte sich ihren Teller mit Schnitzel, Gemüse, Kartoffeln und Salat und auch Tatjana und Jessica langten ganz schön zu. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie heute vor lauter Aufregung erst ein halbes Brötchen und einpaar Schlucke Orangensaft zu sich genommen hatte und ihr Magen laut knurrte.
Nach dem Nachtisch (Nadine, Jessica und Tatjana hatten jeweils ein großes Stück Schokoladenkuchen verdrückt) erhob sich der Schulleiter erneut.
„Es ist schon spät und da wir jetzt alle satt und zufrieden sind...“ Oh ja, Nadine war pappsatt. Auch Jessi und Tati hatten sich auf ihren Stühlen zurückgelehnt und sahen zufrieden und müde zugleich aus. „... und da wir morgen alle früh aufstehen und in den Unterricht müssen, gehen wir jetzt am besten in unsere Betten. Die Vertrauensschüler begleiten die Erstklässler in die Gemeinschaftsräume.“
„Erstklässler zu mir!“, rief Robin durch das Gepolter der Stühle, die zurückgeschoben wurden. Es waren lediglich fünf Schüler, die sich um Robin scharrten.
„Wir sind ja nicht gerade viele“, sagte Tatjana.
„In unserer Generation gibt es nicht besonders viele Hexen und Zauberer“, erklärte Robin. „Das kommt daher, dass bei dem Krieg vor einundzwanzig Jahren so viele Hexen und Zauberer umgekommen sind.“ Er führte sie aus der halle hinaus, ein paar Treppen hoch in den dritten Stock und durch ein paar Korridore.
„Guck mal, die Bilder bewegen sich“, sagte Jessica und zeigte auf einen alten Zauberer, der sie durch ein paar Bilder hindurch verfolgte.
„Cool“, sagte Nadine und fing an zu lachen. Der Zauberer war gerade in ein Gemälde in dem sich ein Löwe aufhielt gestolpert und war erschrocken wieder zurückgerannt.
Robin blieb vor dem Bild mir dem Löwen stehen.
„Passwort?“
„Der Löwe spricht ja“, sagte Nadine und starrte das Bild mit offenem Mund an.
„Hast du etwa etwas dagegen?“, fragte der Löwe sie und bleckte die Zähne ein wenig.
„Nein nein“, antwortete sie rasch. „Ich bin nur nicht an sprechende und sich bewegende Bilder gewöhnt.“ Der Löwe verdrehte genervt die Augen.
„Passwort?“
„König der Tier“, sagte Robin, worauf das Gemälde zu Seite schwang.
„Ja, der bin ich“, schnurrte der Löwe und ließ sie herein. Sie kletterten durch das Portraitloch in der Wand und sahen sich staunend um.

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:46 
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Der Gemeinschaftsraum machte einen gemütlichen Eindruck. Ein Feuer prasselte im Kamin und es standen mehrere Sessel und Sofas in dem Raum. Zusätzlich gab es noch Tische und Stühle, an denen die Hausaufgaben erledigt werden konnten.
Sowohl die Sessel als auch die Teppiche und Vorhänge waren rot. An einer Wand hang ein riesiges Gryffindor-Banner, das einen goldenen Löwen zeigte. Rot-Gold, die Farben von Gryffindor.
„Die Schlafsäle der Mädchen sind auf der rechten Seit“, erklärte Robin und zeigte auf eine Treppe. „Die Jungs müssen nach rechts. Eure Koffer sind schon auf euren Zimmern. Es ist wohl am besten, wenn ihr jetzt schlafen geht. Es ist schon zwölf Uhr und der Unterricht beginnt morgen früh um neun. Ihr braucht euch keine Gedanken darüber zu machen, wie ihr pünktlich aufsteht. Dafür sind die Vertrauensschüler verantwortlich.“
Nadine, Tatjana und Jessica gingen die rechte Treppe hoch. Oben befand sich ein kleiner Korridor, indem es Türen mit den Nummern von eins bis sieben gab. Nadine ging auf eine Tür mit der Nummer eins zu und stürzte sich sofort auf das Himmelbett am Fenster.
„Hier schlafe ich!“, rief sie, während Tati und Jessi die Betten rechts und links von ihr belegten. Dann stand sie wieder auf und zerrte ihren Koffer neben ihr Bett um sich einen Schlafanzug herauszuwühlen. Dann blies sie die Kerzen aus und ging ins Bett.
Am nächstem Morgen kam jemand in ihr Zimmer und warf irgendetwas leichtes auf ihr Bett.
„Aufstehen“, sagte ein Mädchen. „Wir haben halb acht.“ Dann verließ sie das Zimmer wieder.
Nadine öffnete die Augen und setzte sich im Bett auf. Die Vertrauensschülerin hatte drei Krawatten und einen Schal auf jedes Bett geworfen. Alles in den Gryffindorfarben rot-gold.
Sie zogen sich an ( Jessica musste ihr wieder beim Krawattenbinden helfen) und gingen hinunter in die Große Halle, wo sie Marvin über den Weg liefen.
„Habt ihr eure Stundenpläne schon?“, fragte er und wedelte mit einem Stück Pergament vor ihnen herum. Nadine schüttelte den Kopf. „Wir haben gleich zusammen Zauberkunst.“
„Bei wem?“, fragte sie neugierig und sah zum Lehrertisch hoch.
„Dobrindt“, sagte er. „Bis dann.“
Nadine, Jessi und Tati gingen zum Gryffindortisch und setzten sich. Auf einmal spürte Nadine feine Wassertröpfchen auf der Haut und sah nach oben: Hunderte von Eulen kreisten auf der Suche nach ihren Besitzern an der Decke der Halle. Die hübsche Eule, die Nadine mit der Hilfe ihrer Mutter wieder aufgepäppelt hatte, landete neben ihren Teller, hatte aber keinen Brief dabei.
„Gehört sie dir?“, fragte Tati und strich der Eule sanft übers Gefieder.
„Nein“, antwortete Nadine und streichelte sie ebenfalls. „Sie hat mir aber das Zugticket gebracht und ist dabei voll gegen das Fenster geklatscht. Meine Mum und ich haben sie wieder aufgepäppelt und frei gelassen.“
„Die ist ja hübsch!“, saget Jessi. „Behalte sie doch einfach.“
„Ich kann doch nicht einfach eine fremde Eule behalten“, meinte Nadine, obwohl ihr der Gedanke, diese hübsche Eule zu besitzen gefiel.
„Aber wenn sie doch immer wieder zu dir kommt“, sagte nun auch Tati. „Vielleicht hat sie sonst niemanden oder sie hat keine Lust mehr eine Schuleule ohne Besitzer zu sein. Vielleicht will sie ja dir gehören.“ Nadine sah der Eule in ihre hübschen, dunkelbraunen Augen.
„Okay“, seufzte sie. „Wie soll ich sie nennen?“
„Hedwig“, scherzte Jessi.
„Harry Potter-Freak“, seufzte Tati und verdrehte die Augen.
„Ich finde den Namen Mandy schön“, sagte Nadine.
„Dann nenn sie doch Mandy“, sagte Tati.
„Okay, du heißt jetzt Mandy“, sagte sie zu der Eule. Diese knabberte sanft an ihrem Ohr, knabberte kurz an ihrem Toastbrot und flog wieder davon.
„Was sollte das denn jetzt?“, fragte Jessi und sah der Eule nach.
„Sie ist bestimmt müde vom Jagen“, saget Nadine und wollte gerade in ihr Bot beißen, als die kleine Lehrerin vom Vorabend zu ihnen kam.
„Ihr seid also meine neuen Mädels“, sagte sie und reicht ihnen ihre Stundenpläne. „Ich bin Frau Bube, Hauslehrerin von Gryffindor. Schade, dass wir dieses Jahr nur fünf neue Leute in Gryffindor haben...okay, ich muss noch ein paar Stundenpläne verteilen. Ihr habt in der dritten Stunde Verwandlung bei mir.“ Dann ging die ohne ein weiteres Wort zu Daniel und Jonathan und händigte ihnen ebenfalls die Stundenpläne aus.
„Ich bin ja mal gespannt auf den Unterricht“, meinte Jessi. „So schwer kann es doch nicht sein, ein Streichholz in eine Nadel zu verwandeln.“
Aber bevor sie Verwandlung hatten, mussten sie noch zum Zauberkunstunterricht, der von Schulleiter persönlich gegeben wurde.
Wie Nadine schon vermutet hatte, versuchte er ihnen den Schwebezauber beizubringen.
„Schön wutschen und schnipsen“, sagte er. 2und die Formel lautet: Win-gar-dium Levi-o-sa. Also, versucht es ruhig. Ich erwarte nicht, dass es sofort klappt, aber...oh, gut, Tatjana und Nadine haben es schon geschafft.“ Er kam zu ihnen hinüber und fragte so leise, dass nur sie es hören konnten: 2habt ihr geübt?“
„Tatjana liegt es im Blut und Nadine scheint talentiert zu sein“, grummelte Jessica, die ihre Feder zwar zum schweben gebracht hatte, die Aussprache aber immer noch nicht perfekt beherrschte.
Am Ende der Stunde staubten Nadine, Tati und Jessi jeweils zehn Punkte für Gryffindor und Marvin und Björn für Ravenclaw ab. Dann hatten sie Verwandlung mit den Slytherins.
„Ich wette, dass dieses Schlammblut das Streichholz noch nicht einmal ein wenig Spitz zaubern kann“, sagte Julia herablassend, nachdem sie von Frau Bube jeweils ein Streichholz bekommen hatten. „Und von diesem dreckigem Halbblut kann man bestimmt auch nicht viel mehr erwarten.“ Jessica warf ihr einen bitterbösen Blick zu.
„Wenn Blicke töten könnten“, murmelte Tatjana Nadine zu, worauf diese nickte.
Jessica murmelte die Zauberformel und richtete ihren Zauberstab auf das Streichholz.
Julia schien ihren Augen kaum zu trauen: Auf dem Tisch vor Jessica lag eine spitze, silberne Nadel.
„Ah, sehr gut, Jessica“, lobte Frau Bube. „Das sind dann zwanzig Punkte für Gryffindor.“
Nun versuchte auch Nadine und Tati ihr Glück. Bei Nadine klappte es bereits beim zweiten Versuch, aber Tati brauchte noch einen dritten und vierten, bis es endlich klappte. Nur Julia, Dennis und Leonard hatten Pech: Bei ihnen war das Streichholz lediglich ein bisschen spitzer geworden.
„Was haben wir jetzt?“, fragte Nadine ihre Freundinnen nachdem sie das Klassenzimmer verlassen hatten und eine vor Wut schnaubende Julia an ihnen vorbeigerannt war.
„Mittagspause bis halb zwei“, sagte Jessica. „Und danach eine Doppelstunde Zaubertränke mit den Hufflepuffs“, sagte Nadine, die gerade eben ihren Stundenplan aus ihrer Tasche gekramt hatte.

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:47 
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Die Schüler saßen bereits an ihren Plätzen, als die Kerkertür aufging und Herr Igel den Kerker stürmte.
„Albernes Zauberstabgefuchtel und kindische Hexereien wird es hier nicht geben...“ Tatjana verdrehte die Augen und Nadine und Jessi kicherten leise los.
„Hey, warum lacht ihr?“, quengelte er gespielt.
„Weil sie von Harry Potter abgucken“, seufzte Tati.
„Wartet doch mal ab!“, sagte er. „Jetzt habe ich wegen euch den Faden verloren...wo war ich stehen geblieben? Ach ja...“ Er räusperte sich und zitierte weiter. „... den wenigen, auserwählten, unter euch, die die gewisse Veranlagung besitzen...die Lehre ich in diesem Kurs, wie man... düüt...zensiert...und gleichzeitig düüt...und...warum lacht ihr?“
„Diese, diese Harry Potter verarschen!“, lachte Nadine. „Die sind einfach genial!“
„Diese Harry Potter-Fanatiker, die sich sogar die Verarschen reinziehen, gehen mir irgendwie auf den Senkel“, seufzte Herr Igel und ließ sich auf seinen Stuhl fallen. „Wie ging es noch gleich weiter?“
„Mr Potter, unsere neue Berühmtheit“, half Tati gelangweilt weiter.
„Ach ja, genau!“, rief er. „Nadine, wer spielt in dem Film „Klein aber schon durchgerammelt- Teil 37“ die Hauptrolle?“
Jessicas Hand schnellte nach oben und sie hatte Lachtränen in den Augen. Auch Nadine musste sich ziemlich zusammennehmen, schüttelte aber den Kopf.
„Nächster Versuch“, meinte Herr Igel. „Wo würdest du suchen, wenn es hieße du sollst einen Inferno-Dildo beschaffen?“
„Ich weiß es nicht, Sir“, prustete Nadine. „Warum nehmen sie nicht Hermine?“
„Ich nehme niemals Mädchen“, sagte Herr Igel und verlieh seiner Stimme dabei einen möglichst schwulen Unterton.
„Oh cool, genau wie ich“, rief Joel, von dem Nadine wusste, dass er ein Halbblut war und daher jahrelang Zugang zum Internet gehabt hatte, aus der letzten Reihe.
„Wo bin ich hier bloß gelandet?“, murmelte Nadine und fing an zu lachen.
„Ja, ihr habt eure Rollenwirklich gut gespielt“, rief Herr Igel und wischte sich eine kleine Lachträne weg. „Aber trotzdem müssen wir jetzt Zaubertränke brauen lernen. Schlagt eure Bücher bitte auf Seite vier auf, lest die Einleitung und versucht euch dann an dem Beruhigungstrank auf Seite elf. Und strengt euch en. Den merkwürdigsten Tarn probiere ich an...Joel aus.“
„Hören sie auf, Professor Snape nachahmen zu wollen“, seufzte Tatjana während sie versuchte ein Feuer unter ihrem Kessel zu entfachen. Nadine zückte ihren Zauberstab, richtet ihn auf die Feuerstelle unter ihrem Kessel und murmelte „Incendio“, worauf sich augenblicklich ein kleines Feuer entfachte.
„Warum bin ich denn da nicht gleich drauf gekommen?“, seufzte Tati und sie und Jessi taten es ihr gleich.
Am Ende der Stunde hatten die drei Mädchen es halbwegs geschafft den Trank zu brauen. Nach den Vorschriften des Buches sollte er jetzt dunkelgrün sein. Während Nadines Trank etwas zu dunkel geraten war, hatten Jessis und Tatis Zaubertränke einen leichten Blaustich. Die Klasse füllte eine Probe ihrer Tränke in Kristallfläschchen ab und Herr Igel sammelte sie ein.
„Schade aber auch“, sagte er. „Die Tränke sind alle recht gut geworden, also macht es keinen Spaß, sie an Jemandem auszuprobieren...Los, haut ab!“ Die Schüler packten ihre Taschen und eilten zur nächsten Stunde: Kräuterkunde.
Um zu den Gewächshäusern zu gelangen, mussten sie durch das ganze Schloss, über die Hängebrücke und die Ländereien laufen.
„Hi, wie heißt du?“, quatschte Davin Jessi auf dem Weg zu den Gewächshäusern an.
„Jessica, und du?“, fragte sie.
„Davin.“ Er wurde leicht rot und Nadine warf Tati einen viel sagenden Blick zu. Er wollte etwas von ihrer Freundin. „Hast du vielleicht mal Lust auf einen Spaziergang. Um den See...oder so.“ Nun brach Tati in lautes Gelächter aus und auch Nadine musste sich sehr zusammennehmen, um nicht einfach laut loszulachen.“
„Nein“, antwortete Jessi schlicht.
„Warum denn nicht?“, fragte Davin.
„Weil ich dich gar nicht kenne und weil du nicht mein Typ bist.“
„Aber du weißt doch gar nicht, ob ich dein Typ bin oder nicht, weil du mich gar nicht kennst“, nervte Davin weiter. Nadine wollte loslachen war aber plötzlich verstummt, das sich ein viel interessanteres, männliches Objekt als Davin näherte.
„Hi“, sagte Robin und blieb stehe, während seine Freunde weitergingen. Auch Nadine blieb stehen.
„Hi“, sagte sie und spürte wie sie rot wurde.
„Und, gefällt es dir hier?“, fragte er.
„Ja, sehr sogar“, antwortete sie. „Herr Igel ist genial.“
„Hat er bei euch auch die Nummer mit der Harry Potter-Verarsche abgezogen?“, fragte er und als sie nickte, grinste er breit.
„Ja, und wir haben tatkräftig mitgespielt“, sagte sie.
„Du kennst sie?“
„Ja, ich hatte vierzehn Jahre lang freien Zugang zum Internet und da kann man bei MyVideo Harry Potter und ein Stein sehen...“
„Internet?“, fragte Robin verwirrt.
„Ich erkläre dir noch, was das ist“, sagte sie. „Weißt du, ich wisst bis vor neun Tagen noch nicht, dass es Zauberei wirklich gibt und bin wie ein Muggel mit Elektrizität aufgewachsen.“
„Ach so“, sagte er. „Du, ich muss zu Alte Runen. Wir sehen uns.“
„Okay“, sagte sie. „Ciao.“ Er drehet sich um und ging weiter, während Nadine ihm noch eine Weile hinterher sah. Er war doch wirklich eintoller Typ...In dem Moment viel ihr ein, dass sie ja auch noch zum Unterricht musste und rannte ihren Freundinnen hinterher.

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:47 
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GinnyWeasley
Muggel
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„...und ich will mich nicht mit dir treffen, weil du mir ganz gewaltig auf die Nerven gehst!“. Rief Jessica wütend.
„Da bist du ja endlich“, stöhnte Tatjana. „Hast du schon wieder mit Robin geflirtet?“
„Geflirtet...ich und Robin?...NEIN!“, stammelte Nadine und wurde rot, während Jessica sich immer noch versuchte Davin vom Hals zu halten.
„Ach, und warum wirst du dann gerade rot?“, bohrte Tati weiter. Aber zum Glück musste sie darauf keine Antwort mehr geben, da die Tür zum Gewächshaus aufging und eine kleine Frau mit blonden Haaren sie einließ.
„Hallo, ich bin Frau Nordmann“, sagte sie als die Schüler hinter ihren Tischen standen.. „Im ersten Schuljahr beschäftigen wir uns hauptsächlich mit harmlosen Pflanzen wie...“
Nadine hörte nicht richtig zu. Robin war doch echt süß...Sie seufzte.
„Du hast dich in Robin verknallt“, zergerte Tati leise.
„Habe ich da etwas verpasst?“, fragte Jessica interessiert als sie ein paar Samen in einen Blumentopf mit Erde streute. Wenn die Pflanzen groß waren, sollten die Schüler bestimmen, was genau sie sich da gezüchtete hatten.
„Ja, weil du gerade mit Davin geflirtet hast“, sagte Tatjana und goss ihre Samen.
„Ich habe nicht geflirtet“, stöhnte Jessi genervt. „Davin ist total ätzend und er nervt! Also, jetzt sag schon...was ist mit Robin?“
„Gar nichts“, log Nadine rasch. „Er ist mir symphatisch...und er sieht gut aus.“ Sie seufzte und spürte, wie sie rot anlief.
„Jaja, schon klar“, giggelten ihre Freundinnen.
„Nadine ist verliebt“, meinte Jessi breit grinsend.
„Hör auf“, murrte Nadine. „Das ist gemein...“
„Jetzt gib es schon zu!“, nervte Tati weiter.
„Nein, ich brauch gar nichts zuzugeben“, fauchte Nadine. „ich kenne ihn seit zwei Tagen und
ihr wollt mir gleich etwas mit ihm anhängen. Das ist echt unfair von euch!“ Sie knallte ihren
fertig „bepflanzten“ Blumentopf auf die Fensterbank.
„Komm runter“, meinet Jessi.
„Genau, reg dich ab!“, meckerte Tati.
„Ich will mich aber nicht abregen!“, rief Nadine, worauf sich ein paar andere Schüler zu ihnen
umdrehten und Nadine ein wenig die Stimme senkte. „Ich brauche Freundinnen, die mich
nicht mit irgendwelchen Jungs aufziehen und mir nichts mit jedem nächstbesten anhängen!“
„Jetzt reagierst du aber über“, zickte Tati weiter.
„Ach, findet ihr?“, fragte Nadine und stemmte ihre Hände in die Hüften. „Vielleicht tue ich das ja.“ Es gongte und sie drehte sich auf dem Absatz um. Sie rannte über die Ländereien, durch die Schule und zum Gryffindorgemeinschaftsraum. Im Portraitloch knallte sie mit jemandem zusammen.
„Hey“, sagte dieser Jemand und hielt sie an den Armen fest.
„Hey“, murmelte sie traurig. Jetzt tat es ihr schon wieder leid, dass sie sich wegen einer solchen Kleinigkeit mit ihren beiden besten Freundinnen gestritten hatte.
„Warum so traurig?“, fragte Robin mitfühlend.
„Ich habe mich mit Tatjana und Jessica gestritten“, murmelte sie und sah auf, was vielleicht ein Fehler war, denn sie blickte ihm direkt in die Augen. Ihr Herz tat einen kleinen Hüpfer und sie fragte sich, warum er sie immer noch festhielt. Und dann - ohne Vorwarnung - neigte er sich zu ihr hinunter und küsste sie. Einfach so! Dann wurden sie beide rot und sahen auf ihre Füße. Robin räusperte sich.
„Ähm...ich äh...wollte jetzt zum Abendbrot“, sagte er. „Kommst du mit?“
„Klar“, sagte sie rasch. „Gerne. Ich...bringe nur eben meine Tasche weg.“
„Okay“ sagte er. Sie rannte in den Schlafsaal, warf die Tasche auf ihr Bett und ging wieder hinunter zu Robin.
Auf dem Weg zur Großen Halle griff er nach ihrer Hand. Nadine schielte kurz zu ihm hinüber. Moment mal...ging das nicht alles ein bisschen sehr schnell? Nun ja, sie kannten sich gerade mal zwei Tage...
Aber als sie die Große Halle betraten sah sie Tati und Jessi, die sich neugierig die Köpfe nach ihr verrenkten. Natürlich nutzte Nadine die Gelegenheit aus und drückte Robin ein Küsschen auf die Wange. In diesem Moment rauschte ein wütende Julia an ihnen vorbei und zischte Robin etwas, das sich wie „Blutsverräter“ anhörte, zu. Nadine kümmerte es nicht wirklich.
Sie suchten sich zusammen zwei Plätze am Gryffindortisch (wobei Nadine darauf achtete, dass sie nicht in der Nähe von Tatjana und Jessica waren) und schwiegen sich gegenseitig an.
„Du...wolltest mir noch erklären, was Internet ist“, sagte Robin, wahrscheinlich nur, um das Schwiegen zu brechen.
„Ach so“, sagte Nadine rasch und war froh darüber, dass sie ein Gesprächsthema gefunden hatten. Dann fing sie an ihm so gut wie möglich zu erklären, was ein Computer und das Internet waren.
Nach dem Abendbrot gingen sie wieder in den Gemeinschaftsraum. Bevor sie in den Mädchenschlafsaal verschwand, gab er ihr noch einen Gute-Nacht-Kuss.
Aber irgendetwas fehlte. Vielleicht war es das Kribbeln, aber wahrscheinlich kam das nur daher, dass sie sich noch nicht so gut kannten und nur wenig vom anderen wussten. Aber auf jeden Fall hatte es schon mal zwischen ihnen gefunkt...und zwar heftig!

Beitrag Mi 23 Jan, 2008 17:47 
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